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Umfragebericht zur Lernkurve in der Informatik 2024

Im Jahr 2024 befragte die JetBrains Academy weltweit 23.991 Personen, darunter Hochschulstudent*innen, online und autodidaktisch Lernende, Absolvent*innen von Programmier-Bootcamps, Fachkräfte und Quereinsteiger*innen.

Auf der Grundlage ihrer inspirierenden Erkenntnisse zeichnet dieser Bericht die aktuellen Trends in der Informatikausbildung nach, von Lernformaten und Tools bis hin zu Motivationen, Karrierezielen und Herausforderungen.

Ganz gleich, ob Sie sich als Lehrkraft, Forschende*r, Lernende*r, neugierige*r Berufstätige*r oder unterstützendes Elternteil für unsere Erkenntnisse interessieren – herzlich willkommen und viel Spaß beim Lesen! Teilen Sie uns unter dem Hashtag #JetBrainsAcademySurvey24 Ihre Gedanken mit und tauschen Sie sich mit der Informatik-Lerncommunity aus.

Dies ist ein öffentlicher Bericht; sein Inhalt darf nur für nicht-kommerzielle Zwecke verwendet werden. Die vollständigen Details finden Sie hier.

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Highlights

Informatiklernende im Jahr 2024

Informatiklernende sind überwiegend unter 30 (69%), männlich (84%), alleinstehend (62%) und kinderlos (80%). Mehr als die Hälfte verbindet das Lernen mit einer Berufstätigkeit in der Softwareentwicklung. In einigen Regionen durchbrechen weibliche Lernende und Quereinsteiger*innen bestehende Barrieren und verändern dabei die berufliche Landschaft.

Die Bedeutung von Leidenschaft und Kreativität

Wie Kunst- und Musikschaffende werden auch IT-Lernende von Leidenschaft angetrieben. Fast die Hälfte (46%) geht in die Informatik, um Herausforderungen zu meistern, Prozesse zu automatisieren oder das Hobby zum Beruf zu machen. Der Drang, etwas zu erschaffen, steht vor praktischen Gründen wie Einkommen (41%) oder Flexibilität durch Remote-Arbeit (34%).

KI und ML: Trends in der Informatikausbildung

Programmierung, Algorithmen und Datenbanken sind nach wie vor die dominierenden Lernthemen, aber KI und ML ziehen eine neue Welle an Lernwilligen an. Knapp 28% der Lernenden planen, in ihrem nächsten Kurs KI zu studieren, während 33 bis 34% bereits dabei sind, KI und ML zu entdecken – darunter 18%, die neu in die Informatik eingestiegen sind.

Programmiersprachen und Tools

Der Einstieg in die Programmierung erfolgt früh – 63% der 20- bis 29-Jährigen haben bereits 3 bis 10 Jahre Erfahrung. Python liegt weltweit in Führung, gefolgt von Java, JavaScript und C++. Kotlin und Rust werden vor allem in Europa immer beliebter. IDEs sind für Anfänger*innen die erste Wahl für das Ausführen von Code.

Qualitätssicherung: ein unterschätzter Einstiegspunkt

Obwohl Qualitätssicherung/Testen ein potenzieller Einstiegspunkt in die Informatik ist, ist dieser Bereich nach wie vor weniger gefragt als andere IT-Positionen. Neben UI/UX-Design (16%) und Geschäftsanalytik (14%) ist dies jedoch ein Arbeitsbereich, in dem der Frauenanteil den Branchendurchschnitt übertrifft.

Lernen: von Frust zu Fokus

Informatiklernende kämpfen insbesondere mit komplexen Konzepten (51%), schlechter Dokumentation (40%) und der großen Spannweite des Fachgebiets (38%). Außerdem leiden 35% unter dem Hochstaplersyndrom. Zwei universelle Methoden zum Durchhalten sind die Zerlegung großer Aufgaben in kleinere Teile (58%) und die Priorisierung von Schlaf (41%).

Formelle Ausbildung

Haben Sie in den letzten 12 Monaten in irgendeiner Form Informatik gelernt?

77%

Ja, im Selbststudium

51%

Ja, in einer formalen Bildungseinrichtung

Etwas mehr als die Hälfte der Informatiklernenden studiert an formalen Bildungseinrichtungen, wobei 54% von ihnen ihr Wissen durch weiteres Selbststudium erweitern.

78%

derjenigen, die eine formale Ausbildung abgeschlossen haben, haben mindestens einen Bachelor-Abschluss.

Höchster formaler Bildungsabschluss

39%

Bachelorabschluss (BA, BS, B.Eng. usw.)

24%

Hochschulstudium ohne Abschluss

17%

Sekundarschule (z. B. Realschule oder Gymnasium in Deutschland, Highschool in den USA usw.)

14%

Masterabschluss (MA, MS, M.Eng., MBA usw.)

2%

Promotion (Ph.D., Ed.D. usw.)

1%

Berufsdoktorat (JD, MD usw.)

1%

Grundschule

1%

Ich habe keinen formellen Bildungsabschluss

2%

Sonstiges

Derzeit besuchte formale Bildungseinrichtung

2%

Gymnasium, Highschool o. Ä

1%

Berufsschule

1%

Schulungszentrum

3%

Volkshochschule

52%

Hochschule

2%

Sonstiges

39%

Keine

Derzeit angestrebter Studienabschluss

3%

Gymnasium, Highschool o. Ä

4%

Berufsakademie

4%

Specialist

62%

Bachelor

17%

Master

5%

Aufbaustudium

5%

Sonstiges

Hauptstudienrichtung (aktuell oder in der Vergangenheit)

49%

Informatik

16%

Softwareentwicklung

12%

Sonstige Ingenieurswissenschaften

3%

Geisteswissenschaften/Kunst

3%

Wirtschaft

3%

Mathematik

2%

Biologie/Chemie

2%

Sozialwissenschaften

2%

Physik

10%

Sonstiges

Karriere

52%

aller Informatiklernenden wurden bereits für IT-Arbeit bezahlt, und für 89% von ihnen ist dies die Haupteinkommensquelle. Die meisten dieser Befragten arbeiten im Bereich Softwareentwicklung (76%), 35% von ihnen in mittleren Positionen.

Aktuelle Arbeitsrolle100+

76%

Entwickler*in / Programmierer*in / Softwareentwickler*in

13%

DevOps-Engineer / Infrastrukturentwickler*in

11%

Data Analyst/Data Engineer/Data Scientist

10%

Teamleiter

10%

Fachkraft für technischen Support

9%

Architekt

7%

Datenbankadministrator

7%

Tester*in / Qualitätskontrolleur*in

6%

Ausbilder*in/Lehrer*in/Trainer*in/Dozent*in

Diese Frage wurde nur denjenigen gestellt, die IT-Arbeit als ihre Haupteinkommensquelle angegeben hatten.

In der IT-Branche sind die meisten Positionen nach wie vor überwiegend männlich besetzt, Frauen und nicht-binäre Personen sind deutlich unterrepräsentiert. In den technischen Kernfunktionen und Führungspositionen (Teamleitung und Führungskräfte) ist die Geschlechtervielfalt mit einem Männeranteil von 88%–94% am geringsten.
In einigen Bereichen sind Frauen jedoch im Vergleich zum Branchendurchschnitt gut repräsentiert: UX/UI-Design (16%), Qualitätssicherung/Testen, Geschäftsanalytik (14%), Unterrichten (13%) und Produkt-/Marketingmanagement (12%). Nicht-binäre Personen sind nach wie vor in allen Rollen begrenzt repräsentiert – den höchsten Anteil haben sie mit 6% bei Developer Advocates.

Haupterwerbsstatus

38%

Vollzeitbeschäftigt bei einem Unternehmen/einer Organisation

35%

Schüler(in)/Student(in)

11%

Werkstudent*in

5%

Derzeit ohne Beschäftigung

3%

Teilzeitbeschäftigt bei einem Unternehmen/einer Organisation

Senioritätsstufe

35%

Mittlere Ebene

29%

Senior-Ebene

26%

Junior-Ebene

8%

Auszubildende/Praktikant*in

2%

Sonstiges

Gehalt (Jahresnetto in USD, ohne Boni)

9%

Bis $1.000

4%

$1.001 bis $1.800

6%

$1.801 bis $6.000

6%

$6.001 bis $12.000

5%

$12.001 bis $18.000

Haben Sie Berufserfahrung außerhalb der Informatik/IT gesammelt?

29%

Ja, ich habe in einem anderen Bereich studiert/gearbeitet, bevor ich zu Informatik/IT gewechselt bin

71%

Nein, das ist der einzige Bereich, in dem ich je gearbeitet habe

Jüngere Befragte in der Altersgruppe 18–29 Jahre schlagen häufiger ohne Umwege eine Karriere im IT-Bereich ein. Nur 9% der 18- bis 20-Jährigen und 24% der 21- bis 29-Jährigen haben zuvor Erfahrungen in einem anderen Bereich gesammelt. Mit zunehmendem Alter kommt es jedoch häufiger zum Berufswechsel: 50% der Befragten zwischen 30 und 39 Jahren und 59% der Befragten ab 60 Jahren berichten über frühere Berufslaufbahnen außerhalb der Tech-Branche.

Es gibt auch deutliche regionale Unterschiede bei der beruflichen Laufbahn. In Indien und China sind Nicht-Quereinsteiger*innen in der Mehrheit; dies deutet auf einen starken Trend zum direkten Einstieg in die Informatik hin. Im Gegensatz dazu gibt es in Argentinien und Brasilien mehr Vielfalt bei den beruflichen Laufbahnen; die Zahl der Quereinsteiger*innen ist höher oder fast gleich hoch wie die Zahl der Nicht-Quereinsteiger*innen. In Regionen wie Europa, Südostasien und Nordamerika liegt der Anteil der Quereinsteiger*innen bei etwa einem Drittel, was einem konventionelleren Zugangsmuster entspricht.

Haben Sie Berufserfahrung außerhalb der Informatik/IT gesammelt? (nach Region)

Indien

China

Deutschland

Türkei

Naher Osten, Afrika, Zentralasien

Restliches Südostasien und Ozeanien

Südkorea

Übriges Europa

Frankreich

Kanada

Vorheriges berufliches Umfeld

Die Befragten beantworteten diese Frage mit frei formulierten Antworten. ChatGPT wurde verwendet, um die Analyse und Sortierung der Antworten in Themengruppen zu automatisieren.

31%

Ingenieurswissenschaften und technische Bereiche

14%

Finanzen und Unternehmensführung

9%

Catering, Gastgewerbe und Kundenservice

8%

Bildung (Lehrtätigkeit/Lernbetreuung oder akademische Tätigkeit)

7%

Gesundheitswesen und Medizin

6%

Geisteswissenschaften

6%

Kunst und Design

5%

Marketing und Medien

5%

Vertrieb

4%

Lagerhaltung, Industriefertigung

3%

Logistik, Transport, Auslieferung

1%

Landwirtschaft

Diese Frage wurde nur Befragten gestellt, die nach eigenen Angaben in einem anderen Bereich gearbeitet oder studiert hatten, bevor sie zu Informatik/IT wechselten.

Technische Berufe stehen bei den Informatik-Quereinsteiger*innen an erster Stelle, gefolgt von Finanzwesen und Betriebswirtschaft. Auch die Bereiche Bildung, Gesundheitswesen und Kunst sind prominent vertreten – ein Hinweis auf die unterschiedlichen beruflichen Hintergründe der Quereinsteiger*innen in diesem Bereich.

Gründe für die Wahl einer IT-Laufbahn100+

79%

Ich interessiere mich für Informatik, Computer und alles, was damit zu tun hat

46%

Ich liebe komplexe Herausforderungen

46%

Informatik war mein Hobby

45%

Ich möchte Prozesse automatisieren und Dinge verbessern

42%

Ich wollte etwas Neues erschaffen, etwa ein Videospiel oder eine Website

41%

Gehaltsaussichten und weitere Vorteile

34%

Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten

12%

Eine prägende Person – Lehrer*in, Freund*in, Verwandte*r oder Bekannte*r – hat mich dazu inspiriert

5%

Ich brauchte keinen Hochschulabschluss dafür

4%

Ich bin zufällig zur Informatik gekommen, nicht durch eigene Entscheidung

2%

Sonstiges

Motivation für das Erlernen neuer IT-Themen100+

61%

Wachstum in meiner jetzigen Arbeitsrolle

55%

Persönliches Interesse

53%

Arbeit an persönlichen Projekten

47%

Mithalten mit den neuesten Trends

47%

Wunsch nach einem neuen Job oder einer neuen Rolle

20%

Erledigung einer bestimmten Aufgabe

17%

Migration zu einer anderen Technologie

1%

Ich möchte mich nicht in neue Informatikbereiche einarbeiten

1%

Sonstiges

Während die meisten Quereinstiege durch eine starke Leidenschaft für die Informatik vorangetrieben werden, geben fast die Hälfte der Befragten ihre Begeisterung für die Problemlösung und die Prozessautomatisierung als Hauptgründe an. Interessanterweise rangieren die Gehaltsperspektiven und die Möglichkeiten zur Remote-Arbeit leicht hinter den kreativen Ambitionen, z. B. der Entwicklung von Spielen oder Websites. Dies zeigt, dass dieser Aspekt genauso stark zur Motivation beiträgt wie die praktischen Vorteile.

Motivation für das Erlernen neuer IT-Themen (nach Region)

Ich möchte mich nicht in neue Informatikbereiche einarbeitenSonstigesErledigung einer bestimmten AufgabeMigration zu einer anderen TechnologiePersönliches InteresseWunsch nach einem neuen Job oder einer neuen RolleMithalten mit den neuesten TrendsArbeit an persönlichen ProjektenWachstum in meiner jetzigen Arbeitsrolle
<1%2%18%16%43%52%49%56%68%Osteuropa, Balkan und Kaukasus
<1%1%13%11%49%49%40%49%67%Südkorea
<1%2%26%21%47%47%51%56%67%Restliches Südostasien und Ozeanien
<1%2%27%19%79%34%48%60%66%Deutschland
3%21%17%67%44%47%55%64%Benelux und Nordeuropa
1%2%17%17%45%50%55%59%64%Indien
<1%1%22%26%23%45%55%49%64%Nigeria
<1%2%20%18%51%46%47%58%62%Übriges Europa
<1%23%17%67%43%47%44%62%China
2%21%14%62%48%44%58%61%Großbritannien
1%2%22%16%58%54%45%65%61%Vereinigte Staaten
1%2%19%21%38%44%48%54%60%Naher Osten, Afrika, Zentralasien
3%13%18%58%50%54%51%60%Spanien
1%1%20%22%45%41%46%51%56%Türkei
<1%2%25%13%56%59%45%62%56%Kanada
2%1%15%19%42%41%28%39%55%Russische Föderation, Belarus
3%16%21%52%64%42%57%54%Brasilien
1%1%24%23%73%38%39%58%54%Frankreich
9%1%10%18%49%63%46%56%54%Mexiko
<1%2%11%19%41%60%51%57%52%Mittel- und Südamerika
4%<1%14%19%43%40%31%38%50%Ukraine
3%1%12%13%58%34%42%31%48%Japan
1%2%9%17%52%63%44%47%42%Argentinien
<1%79%

In Westeuropa und Nordamerika stehen bei den Lernenden persönliche Interessen und innovative persönliche Projekte im Fokus. Im Gegensatz dazu lassen sich Lernende in Lateinamerika hauptsächlich durch die Möglichkeit des Quereinstiegs motivieren. Dies deutet auf einen Arbeitsmarkt im Fluss hin. In Asien gibt es ein breites Spektrum an Motivationen: In Südkorea ist karriereorientiertes Wachstum zu beobachten, während in Japan das Engagement in allen Lerndimensionen gering ist. In Indien und Südostasien hingegen wollen die Lernenden mit den Trends Schritt halten, was die Dynamik ihrer wachsenden Tech-Ökosysteme widerspiegelt.

Angestrebte berufliche Rolle100+

78%

Entwickler*in / Programmierer*in / Softwareentwickler*in

28%

Data Analyst/Data Engineer/Data Scientist

23%

DevOps-Engineer / Infrastrukturentwickler*in

19%

Architekt

13%

Akademische*r Forscher*in / Professor*in

10%

UX-/UI-Designer*in

8%

Tester*in / Qualitätskontrolleur*in

8%

DBA

7%

Produktmanager*in / Marketingmanager*in

7%

System Analyst

7%

Business Analyst

6%

Fachkraft für technischen Support

5%

Developer Advocate

Diese Frage wurde nur Befragten gestellt, die einen Wunsch nach einem neuen Job oder einer neuen Rolle als einen Grund für das Erlernen von Informatik-Themen angaben.

„Entwickler*in“ ist die häufigste Berufswahl in der IT-Branche. Dies ist höchstwahrscheinlich auf die Vielseitigkeit, die hohe Nachfrage und die breite, branchenübergreifende Einsetzbarkeit zurückzuführen. Dadurch ist diese Rolle eine optimale Wahl insbesondere für Quereinsteiger*innen, die neu in diesem Bereich sind. Viele wenden sich auch datenorientierten Berufen oder DevOps zu, was die wachsende Attraktivität spezialisierter Bereiche zeigt. Arbeitsrollen in der Qualitätssicherung hingegen eignen sich zwar gut für den Einstieg, aber es fehlt ihnen an Popularität und langfristigen Perspektiven, was sie weniger erstrebenswert für den Quereinstieg macht.

74%

der Befragten geben an, dass sie schon einmal nach einer Arbeit im Bereich Informatik/IT gesucht haben.

Wichtige Faktoren bei der Arbeitssuche im Bereich Informatik/IT

Nicht wichtigEher unwichtigEher wichtigÄußerst wichtig
1%6%35%58%Arbeitserfahrung
1%13%51%35%Kenntnis der neuesten Technologien
2%16%51%32%Soft-Skills
4%17%47%31%Praktika und duale Ausbildungsprogramme
6%26%44%25%Beziehungen und Netzwerke
5%23%48%24%Hobbyprojekte
7%26%49%18%Universitätsabschlüsse
6%31%47%16%Referenzen von Kolleg*innen
9%31%46%14%Branchenzertifikate
11%35%42%12%Kursabschlusszertifikate
1%58%

Arbeitserfahrung und aktuelles technisches Wissen sind den Antworten zufolge der Schlüssel zu einem Job, aber auch Soft Skills sind für 83% der Lernenden wichtig. Networking ist ein weiterer zentraler Faktor – 25% halten es für entscheidend, und 44% nutzen ihre Verbindungen aktiv für Karrierechancen. Dies unterstreicht den Bedarf an zwischenmenschlichen Fähigkeiten und beruflichen Netzwerken im IT-Sektor.

Lernthemen

In den letzten drei Jahren studierte Informatikbereiche100+

89%

Programmiersprachen

67%

Algorithmen und Datenstrukturen

61%

Datenbanken

55%

Webentwicklung

50%

Softwareentwicklung

41%

Computernetzwerke

39%

Betriebssysteme

34%

Maschinelles Lernen

33%

Künstliche Intelligenz

32%

Datenanalyse

31%

Projektmanagement

Neben Programmiersprachen, Algorithmen und Datenstrukturen sind auch Datenbanken eine häufige Wahl für Lernende. KI und maschinelles Lernen sind weiterhin populäre Bereiche, die von 33% bzw. 34% der Lernenden erkundet werden.

Igor Gerasimov
Teamleiter für Bildungsinhalte, JetBrains Academy

„Viele Befragte schätzten ihre Kenntnisse in den folgenden IT-Bereichen als mittel ein. Dies bedeutet, dass es auf dem Markt derzeit eine Nachfrage nach komplexeren und spezifischeren Inhalten gibt, die sich an erfahrene Lernende (kompetente Fachkräfte) richten.“

Alexandra Makeeva
Umfrageanalystin im Bereich Marktforschung und -analyse, JetBrains

„Ein beachtlicher Teil der KI- und ML-Lernenden sind Anfänger*innen. Dies deutet auf ein wachsendes Interesse an und einen Zustrom neuer Talente in diese entwicklungsstarken Bereiche hin und ist ein vielversprechendes Zeichen für zukünftige Innovationen.“

Kenntnisse in den studierten Informatikbereichen

Erste SchritteAnfänger*inFortgeschrittenErweitertExpert*in
4%25%44%23%5%Softwareentwicklung
6%28%41%21%5%Webentwicklung
8%29%40%17%5%Produktmanagement
4%23%47%22%4%Programmiersprachen
10%33%37%16%4%Mensch-Computer-Interaktion (MCI/HCI)
9%33%38%16%4%Projektmanagement
9%37%37%14%3%Testen
10%37%35%15%3%Datenanalyse
15%42%30%10%3%Linguistische Datenverarbeitung (LDV/NLP)
16%40%29%11%3%Computer Vision
7%32%41%16%3%Datenbanken
9%36%39%13%3%Computernetzwerke
7%35%38%16%3%Betriebssysteme
11%40%34%12%3%Cybersicherheit
6%31%46%15%2%Algorithmen und Datenstrukturen
17%43%27%10%2%Künstliche Intelligenz
18%43%27%10%2%Maschinelles Lernen
16%39%30%13%2%Computergrafik
2%47%

Frauen neigen dazu, ihre technischen Fähigkeiten niedriger einzuschätzen, sie sind jedoch sehr interessiert an Wachstum. Im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen wechseln 8% mehr weibliche Lernende als Quereinsteigerinnen in die Informatik.

Themen, die Lernende in ihrem nächsten Kurs erkunden möchten

Die Befragten beantworteten diese Frage mit frei formulierten Antworten. ChatGPT wurde verwendet, um die Analyse und Sortierung der Antworten in Themengruppen zu automatisieren.

28%

Künstliche Intelligenz, maschinelles Lernen, Data Science

13%

Programmiersprachen

7%

Webentwicklung (Frontend/Backend)

5%

Cybersicherheit und ethisches Hacken

4%

Sprachspezifische Frameworks

4%

Mobil-Entwicklung

4%

Systemdesign und -architektur

4%

Datenstrukturen und Algorithmen

3%

Spielentwicklung

3%

Datenbanken

3%

DevOps

Ruslan Davletshin
CTO bei Hyperskill

„Die Umfrageergebnisse zeigen ein starkes Interesse der Lernenden an KI-, ML- und Data-Science-Fähigkeiten. Dies deckt sich mit den Trends in der Branche, in der KI-Kenntnisse in verschiedenen Sektoren immer wichtiger werden und Fachleuten dabei helfen, in ihren aktuellen Positionen aufzusteigen oder in neu geschaffene KI-orientierte Positionen wie KI-Fachkraft zu wechseln.“

Igor Gerasimov
Teamleiter für Bildungsinhalte, JetBrains Academy

„Die Ergebnisse zeigen, dass die Befragten am meisten an KI-bezogenen Themen interessiert sind, einschließlich KI-Grundkenntnisse und KI-Entwicklung, gefolgt von Webentwicklung (JS, .NET). Wir haben auch Interesse an Themen rund um die Cybersicherheit beobachtet und gehen davon aus, dass wir in Zukunft mehr solcher Inhalte sehen werden.“

Lernformate, -methoden und -ressourcen

Erfahrung mit Bildungsformaten100+

76%

Universität, Hochschule, Schule

63%

Online-Tutorials zum Selbststudium

53%

Kostenlose Online-Kurse (MOOCs) oder Programmierschulen

29%

Praktika

27%

Kostenpflichtige Online-Kurse (MOOCs) oder Programmierschulen

24%

Online-Universitätsprogramme

20%

Offline-Kurse und -Programmierschulen

19%

Workshops und Seminare

17%

Bootcamps für Programmierung

14%

Mentoren- und Tutorenprogramme

11%

Vom Arbeitgeber bereitgestellte Weiterbildung

11%

Codecamps, Benutzergruppen, Meetups

Die Daten zeigen eine anhaltende Nachfrage nach traditionellen, praxisorientierten Präsenz-Lernumgebungen wie Hochschulen, Workshops und Mentorenprogramme. Die Zufriedenheit mit diesen Formaten ist jedoch je nach Altersgruppe und Region sehr unterschiedlich, was auf eine schwankende Effektivität schließen lässt.

Alexander Kulikov
Leiter des Bildungsprogramms an JetBrains-Academy-Hochschulen

„Verbesserte Lehrprozesse könnten die traditionelle Lernerfahrung verbessern, sie zugänglicher machen und besser auf die Erwartungen der Lernenden abstimmen. Durch strukturierte Hilfestellungen und qualitätsorientierte Methoden könnten die wichtigsten Quellen von Unzufriedenheit angegangen werden, um eine motivierendere Erfahrung zu schaffen und potenziell die Attraktivität in Bereichen zu steigern, in denen die traditionellen Formate derzeit nicht überzeugen.“

Bewertung der Erfahrung mit Bildungsformaten

SchlechtVerbesserungswürdigZufriedenstellendSehr gutHervorragend
2%5%18%32%43%Praktika
1%7%22%36%34%Mentoren- und Tutorenprogramme
2%4%22%42%30%Kostenpflichtige Online-Kurse (MOOCs) oder Programmierschulen
2%9%23%38%29%Vom Arbeitgeber bereitgestellte Weiterbildung
1%5%25%40%29%Online-Tutorials zum Selbststudium
1%7%28%36%28%Codecamps, Benutzergruppen, Meetups
3%9%29%33%26%Berufsbildungsprogramme
4%8%26%37%25%Vom Arbeitgeber bezahlte externe Weiterbildung
2%7%26%40%25%Bootcamps für Programmierung
2%9%31%34%24%Austauschprogramme
1%8%31%38%21%Kostenlose Online-Kurse (MOOCs) oder Programmierschulen
3%11%31%36%20%Online-Universitätsprogramme
6%14%31%30%19%Universität, Hochschule, Schule
2%11%32%36%19%Offline-Kurse und -Programmierschulen
2%10%33%36%19%Workshops und Seminare
1%43%

Universitäten, Fachhochschulen, Schulen sowie Online-Tutorials zum Selbststudium sind die häufigsten Antworten über alle Befragtengruppen hinweg. Die restlichen Antworten hängen von der Altersgruppe und den beruflichen Anforderungen ab. Workshops und Seminare sind in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen am populärsten. 17% dieser Lernenden haben Erfahrungen damit gemacht und etwa ein Viertel von ihnen bewertet die gemachten Erfahrungen als hervorragend. Mentorenprogramme stehen bei Befragten im Alter von 21 bis 29 Jahren hoch im Kurs. 36% von ihnen stufen sie als hervorragend ein – die Zufriedenheit nimmt jedoch mit dem Alter ab. Die Zufriedenheit mit arbeitgeberseitigen Weiterbildungen ist in der Altersgruppe von 18 bis 20 Jahren am höchsten – 41% der Lernenden bezeichnen sie als hervorragend. Kostenpflichtige Onlinekurse und Coding-Bootcamps sprechen vor allem jüngere Menschen sowie Personen in der Mitte ihrer beruflichen Laufbahn an.

Bekanntheit von MOOCs und Programmierschulen

Ich habe noch nie davon gehörtIch kenne es, habe es aber noch nie ausprobiertIch habe es ausprobiert, nutze es aber nicht mehrIch nutze es aktuell
18%23%29%29%Udemy
18%27%35%20%Coursera
29%41%15%16%JetBrains Academy
38%26%25%10%edX
26%35%29%10%Codecademy
35%36%20%10%LinkedIn Learning
28%33%30%9%Khan Academy
52%28%10%9%Canvas
55%28%12%5%DataCamp
48%32%16%4%Udacity
67%18%11%4%Pluralsight
79%13%5%3%Stepik
85%8%4%3%SWAYAM
84%11%4%2%JavaRush
70%22%6%2%The Open University
78%16%5%1%FutureLearn
84%12%3%1%Egghead
90%7%2%1%XuetangX
92%6%2%1%MiríadaX
89%8%2%1%Cognitive Class
87%9%3%1%Platzi
1%92%
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Methoden zur Aneignung von Informatikthemen100+

78%

Lösen von Programmieraufgaben

58%

Üben durch die Entwicklung persönlicher Projekte

54%

Erarbeitung eines Themas anhand von unterschiedlichen Inhaltstypen (Onlinetutorials, Videokurse und Programmierplattformen)

50%

Unterrichten oder Erklären von Konzepten

45%

Analyse von Best Practices und Lösungen anderer

35%

Ausführliches Feedback von Mentor*innen/Tutor*innen/qualifizierteren Personen

26%

Einarbeitung in Hilfsmittel oder Techniken, die das Erlernen der Programmierung erleichtern (z. B. Merken von Tastenkürzeln)

25%

Teilnahme an Gruppenprojekten, Challenges und Wettbewerben

24%

Teilnahme an Communities oder Studiengruppen zum Thema Programmierung für Diskussionen, Hilfe und Peer-Feedback

1%

Sonstiges

Informatiklernende legen Wert auf praxisorientiertes und visuelles Lernen, wobei Programmierplattformen, Videotutorials und Dokumentationen vorn liegen. Die jüngsten Statistiken über die Nutzung von KI-Chatbots und die Teilnahme an Programmierwettbewerben deuten jedoch auf eine Hinwendung zu interaktiven und dynamischen Problemlösungs- und Lernansätzen hin.

Diese Mischung aus traditionellen und modernen Ressourcen legt nahe, dass die Lernenden sowohl strukturierte Anleitung als auch Möglichkeiten zum kreativen Experimentieren schätzen.

Erfahrung mit Programmierwettbewerben

4%

Umfassende Erfahrung: Ich nehme regelmäßig an Wettbewerben teil oder habe in der Vergangenheit an zahlreichen Wettbewerben teilgenommen

26%

Moderate Erfahrung: Ich habe an einigen Wettbewerben teilgenommen

22%

Kein Interesse: Ich habe keine Erfahrung damit und bin auch nicht an einer Teilnahme interessiert

48%

Keine Erfahrung: Ich habe noch keine Erfahrung mit Programmierwettbewerben, aber ich bin an ihnen interessiert

Die Mehrheit der Befragten hat keine Erfahrung mit Programmierwettbewerben, hat aber Interesse daran, während 30% bereits Erfahrungen gesammelt und an einigen Wettbewerben teilgenommen oder aber früher regelmäßig an Wettbewerben teilgenommen haben.

Bevorzugte Ressourcen und Gemeinschaften für das Informatiklernen100+

69%

Programmierplattformen

63%

YouTube-Kanäle und Videotutorials

61%

Dokumentation

56%

Bücher und E-Books

36%

KI-Chatbots

33%

Code-Challenges, Wettbewerbe und Hackathons

32%

Open-Source-Beiträge

28%

Soziale Medien und Tech-Blogs

25%

Clubs/Communities/Foren zum Thema Programmierung

9%

Podcasts

1%

Sonstiges

1%

Keine

Der Austausch mit Gleichgesinnten ist eine Schlüsselkomponente des Informatik-Lernprozesses. Etwa ein Drittel der Befragten findet Gefallen an Hackathons und der Mitwirkung an Open-Source-Projekten, während ein Viertel es vorzieht, sich zu Lernzwecken in Coding-Communities zu engagieren. Zwar dominieren Plattformen und Tutorials, jedoch führen kollaborative und wettbewerbsorientierte Aktivitäten zu einem tiefergehenden Engagement.

Anlaufstellen bei Informatikfragen100+

75%

Google

61%

KI-Assistent (ChatGPT o. ä.)

60%

Stack Overflow

52%

YouTube

43%

Freund*innen und Klassenkamerad*innen

31%

Pädagog*in/Lehrkraft/Tutor*in

29%

Kolleg*innen

25%

Lehrbücher

24%

Tech-Onlinemedien (z. B. Medium)

19%

Menschen in sozialen Netzwerken

3%

Sonstiges

Lernende aller Altersgruppen nutzen verschiedene Ressourcen, um Hilfe zu erhalten. Google steht bei allen Altersgruppen an erster Stelle, während KI-Assistenten wie ChatGPT besonders bei jüngeren Benutzer*innen populär sind: Sie werden von zwei Dritteln der Unter-29-Jährigen genutzt. Jüngere Lernende neigen auch dazu, sich Hilfe bei Freund*innen und Lehrkräften zu holen, während Befragte ab 30 oder 40 sich eher an Kolleg*innen wenden. YouTube ist bei allen Altersgruppen weit verbreitet, während ältere Lernende Lehrbücher und Plattformen wie Medium bevorzugen. Insgesamt halten sich bei den jüngeren Generationen KI, Peer-Unterstützung und Bildungsmedien die Waage, während ältere Generationen berufliche Netzwerke, strukturierte Artikel und Lehrbücher bevorzugen.

Anlaufstellen bei Informatikfragen (nach Alter)100+

18–2021–2930–3940–4950–5960 Jahre oder älter
70%76%77%75%68%68%Google
66%67%55%46%38%35%KI-Assistent (ChatGPT usw.)
58%48%31%22%13%9%Freund*innen und Klassenkamerad*innen
56%65%64%52%37%33%Stack Overflow
53%53%50%50%43%36%YouTube
47%32%21%20%16%8%Pädagog*innen/Lehrkräfte
23%23%27%32%31%34%Lehrbücher
20%25%26%27%18%25%Tech-Onlinemedien (z. B. Medium)
19%19%18%16%24%14%Menschen in sozialen Netzwerken
17%31%36%33%29%19%Kolleg*innen
3%3%3%4%2%9%Sonstiges
2%77%
Katharina Dzialets
Produktmanagerin, JetBrains Academy

„KI-gestützte Code-Editoren verlagern den Schwerpunkt erfahrener Entwickler*innen vom Schreiben von Code auf die Überprüfung und Optimierung von LLM-generiertem Code, und daraus ergibt sich die Herausforderung, den Lernenden in diesem veränderlichen Kontext wesentliche Fähigkeiten wie die Bewertung von Codequalität und Systemdesign zu vermitteln. Dementsprechend können wir von einer zunehmenden Relevanz der Peer-Interaktionen und der Mentorenunterstützung ausgehen.“

Igor Gerasimov
Teamleiter für Bildungsinhalte, JetBrains Academy

„Die Lernenden zeigen ein starkes Interesse an Peer-Interaktionen, Mentoring und der Teilnahme an wettbewerbsorientierten Aktivitäten.“

67%

der Befragten geben an, KI-Assistenten im Alltag zu nutzen.

Katharina Dzialets
Produktmanagerin, JetBrains Academy

Neue Forschungen zeigen, dass KI-basierte Assistenten für Lernanfänger*innen ein zweischneidiges Schwert sein können. Sie stärken oft das Selbstvertrauen von Lernenden, die sich in ihrer Beherrschung von Programmierkonzepten und -tools bereits ziemlich sicher fühlen. Aber bei Lernenden, die sich schwertun und wenig Selbstvertrauen haben, führen KI-Assistenten eher zu einer Verschlimmerung des Problems. Dies unterstreicht, wie wichtig es ist, die Vermittlung von KI-Kompetenzen in den Programmierunterricht zu integrieren, um zusätzlichen metakognitiven Herausforderungen entgegenzuwirken.“

Die meistgenutzten KI-Assistenten100+

91%

ChatGPT

32%

GitHub Copilot

24%

Google Gemini

20%

Microsoft Bing Chat

10%

Visual Studio IntelliCode

9%

OpenAI DALL-E

6%

JetBrains AI Assistant

Alle Antworten mit einem Anteil unter 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Die populärsten KI-Assistenzfunktionen für das Informatiklernen100+

62%

Erklären von Code

60%

Generieren von Code

43%

Zusammenfassung von Texten

37%

Generierung von Codekommentaren, Dokumentationen oder Commit-Nachrichten

35%

Erklären von Ausnahmen und Fehlern und Vorschläge zu deren Behebung

34%

Allgemeine Fragen zur Softwareentwicklung in natürlicher Sprache

33%

Übersetzung und Aussprache

28%

Debuggen von Code

27%

Durchführen von Code-Reviews

24%

Refaktorieren von Code

22%

Empfehlungen für Bildungsinhalte

21%

Generierung von Tests

KI hilft Lernenden, Sprachbarrieren zu überwinden. Da Englisch bei den meisten Informatikressourcen die dominante Sprache ist, sind Regionen mit anderen Sprachen oder einer mehrheitlich nicht-englischsprachigen Bevölkerung stärker auf Übersetzungs- und Aussprachehilfen angewiesen.

Diese Funktionen werden am meisten in Nordeurasien (44%) und der Türkei (45%) verwendet, dicht gefolgt von Süd- und Ostasien, Lateinamerika sowie Südostasien und Ozeanien (in diesen Regionen liegt der Nutzungsanteil dieser Funktionen zwischen 40% und 44%).

In überwiegend englischsprachigen Ländern wie dem Vereinigten Königreich, Kanada und den Vereinigten Staaten ist die Nutzung dagegen viel geringer (13%–19%) – ein Hinweis darauf, dass die Lernenden mit weniger sprachlichen Herausforderungen zu kämpfen haben.

Anastasiia Birillo
Leiterin der Forschungsgruppe Bildung, JetBrains

„KI-basierte Bildungsinstrumente sind ein wichtiger Schwerpunkt bei führenden Bildungskonferenzen wie SIGCSE, ICER und ITiCSE. Diese Umfragedaten bieten wertvolle Einblicke in die unterschiedliche Nutzung dieser Tools je nach Land und Geschlecht. Solche Daten sind für Informatikforschende unverzichtbar, da sie bei der Entwicklung von KI-Bildungsinstrumenten helfen und dafür sorgen, dass diese auf die unterschiedlichen Bedürfnisse und Präferenzen abgestimmt werden können.“

Ruslan Davletshin
CTO bei Hyperskill

„Die Umfrageergebnisse zeigen den großen Einfluss, den KI auf das Lernen und insbesondere auf die Informatikausbildung hat, wo KI-gestützte Lösungen unter den Lernenden weit verbreitet sind. Von der Erklärung und Generierung von Code bis hin zu Debugging und Dokumentation verändern KI-Tools die Art und Weise, wie sich Lernende mit komplexen Themen auseinandersetzen. Der Bildungsprozess wird dadurch individueller, effizienter und zugänglicher.“

Katharina Dzialets
Produktmanagerin, JetBrains Academy

„Durch KI-Assistenten entstehen sowohl Chancen als auch Herausforderungen im Bildungsprozess. Wir beobachten bei Anfänger*innen eine wachsende Nachfrage nach maßgeschneiderten Funktionen wie LLM-gesteuerten Chatbots und Hinweisen, die Hilfe und Feedback bieten, ohne eine Aufgabe vollständig zu lösen. Mit zunehmenden Programmierkenntnissen nimmt der Bedarf an solchen Funktionen ab, und die Lernenden sollten schrittweise an reguläre KI-Programmierassistenten herangeführt werden.“

Kurswahl und Investition

Die wichtigsten Aspekte für Lernende bei der Auswahl eines Kurses sind praktische Projekte und Übungen für praxisorientierte Erfahrungen, Zugang zu Ressourcen und Materialien, günstige Preise und Lehrende mit Branchenpraxis.

Kursgestaltung und -inhalt

UnwichtigEher wichtigSehr wichtig
2%22%76%Praxisprojekte und praktische Übungen
3%31%66%Strukturierter Lehrplan mit den aktuellsten Themen
3%32%65%Klare Lernziele für die Teilnehmenden
7%32%60%Praxisrelevanz
6%38%55%Berücksichtigung der Entwicklung von Standards in der Branche
7%41%52%Vereinfachung von komplexen Konzepten für alle Lernstufen
9%44%47%Berücksichtigung des Feedbacks von Lernenden
17%40%42%Beratung zur Karriereentwicklung
20%43%38%Ethische Überlegungen zur verantwortungsvollen Technologienutzung
31%46%24%Zusammenarbeit mit anderen
38%41%21%Gamification (Quiz, Abzeichen usw.)
2%76%
Ekaterina Smal
Abteilungsleiterin, JetBrains Academy

„Für 76% der Befragten sind praktische Projekte der wichtigste Aspekt von Lernkursen. Dies unterstreicht die Notwendigkeit, Aufgaben aus der realen Welt in Lernprogramme zu integrieren, um Fachkräfte auf praktische Herausforderungen vorzubereiten.“

Katharina Dzialets
Produktmanagerin, JetBrains Academy

„In einem sich schnell entwickelnden Umfeld ist es wichtig, dass die Ziele der Lernenden flexibel sind und sich je nach Fortschritt verändern können. Das unterstreicht die Bedeutung eines anpassungsfähigen Lehrplans, der je nach Feedback der Lernenden aktualisiert werden kann.“

Unterstützung für Lernende und Flexibilität

UnwichtigEher wichtigSehr wichtig
2%25%74%Zugang zu Ressourcen und Materialien
6%38%56%Zeitliche Flexibilität
10%35%54%Remote-Lernoptionen
6%45%49%Regelmäßiges Feedback und Bewertungen
12%44%44%Hilfsbereite Community und Netzwerke
14%48%38%Technischer Support
21%41%38%Barrierefreier Lernort
24%40%36%Offline-Lernoptionen
23%42%35%Von Inklusion geprägte Umgebung
19%45%35%Barrierefreie Umgebung
53%33%14%Kinderbetreuung
2%74%

Frauen legen mehr Wert auf Flexibilität und Unterstützung beim Lernen als Männer. Zu den Unterschieden gehört eine stärkere Priorisierung von zeitlicher Flexibilität (64% bei Frauen gegenüber 54% bei Männern), Möglichkeiten zum Fernstudium (63% gegenüber 53%) und technischer Unterstützung (50% gegenüber 36%). Darüber hinaus schätzen 49% der weiblichen Lernenden barrierefreie Lernbereiche – bei Männern sind es nur 36%.

Igor Gerasimov
Teamleiter für Bildungsinhalte, JetBrains Academy

„Wir erwarten, dass es mehr Bildungslösungen für Mobilgeräte und Mikrolernen im Allgemeinen geben wird, da der Zugang zu Ressourcen und Materialien von den Lernenden sehr geschätzt wird.“

Preiswürdigkeit

UnwichtigEher wichtigSehr wichtig
3%32%66%Günstiger Preis
17%48%35%Eine individualisierbare Preisstruktur, die das Buchen einzelner Komponenten ermöglicht
18%49%32%Verfügbarkeit von B2B-Optionen (Business-to-Business) für die unkomplizierte Kostenübernahme durch meinen Arbeitgeber
3%66%

Zertifizierung und Zeugnisse

UnwichtigEher wichtigSehr wichtig
19%37%44%Universitätsdiplom
16%41%43%Branchenzertifizierung
21%40%39%Zertifizierung oder Zeugnisse nach Abschluss des Kurses
16%44%

Ein Hochschuldiplom war in der Umfrage zwar die häufigste Wahl, aber für das allgemeine Publikum sind alle genannten Zertifizierungsoptionen wertvoll, da sie die erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse validieren.

Qualifikation und Persönlichkeit der Lehrkräfte

UnwichtigEher wichtigSehr wichtig
8%37%56%Branchenhintergrund
15%46%39%Empathie
20%46%34%Charisma
29%41%30%Akademischer oder universitärer Hintergrund
8%56%
Julia Amatuni
Projektmanagerin, JetBrains Academy

„Die Analyse zeigt auffällige Geschlechterunterschiede hinsichtlich der Relevanz der Faktoren bei der Wahl eines Lernkurses. Weibliche Lernende legen mehr Wert auf Gamification und ethische Überlegungen, was auf eine stärkere Präferenz für interaktive und ethisch verankerte Lernerfahrungen im Vergleich zu männlichen Lernenden hindeutet. Darüber hinaus betonen Frauen die Bedeutung der Empathie bei Lehrkräften und einer barrierefreien, inklusiven Lernumgebung – dies zeigt einen Bedarf an stärker unterstützenden und fördernden Lernbereichen.“

Igor Gerasimov
Teamleiter für Bildungsinhalte, JetBrains Academy

„Lehrende mit einem praktischen Branchenhintergrund werden sehr geschätzt. Für mehr als die Hälfte der Befragten ist dies bei der Auswahl eines Kurses sehr wichtig. Anstatt uns ausschließlich auf den Branchenhintergrund zu konzentrieren, sollten wir die Unterstützung von Lehrkräften durch Schulungsprogramme, die Zusammenarbeit mit Branchenexpert*innen und den Zugang zu aktuellen Marktressourcen im Blick haben. Dieser Ansatz kann die Lücken schließen, sodass Lehrkräfte sowohl praktisches Wissen als auch motivierende, lernerorientierte Erfahrungen vermitteln können.“

Monatliche Ausgaben für Onlinebildung

37%

Unter 25 USD

16%

25–50 USD

8%

51–100 USD

3%

101–200 USD

3%

Über 200 USD

26%

Ich gebe kein Geld für Online-Bildung aus

7%

Darauf möchte ich nicht antworten

Etwa drei Viertel der Befragten zahlen für Online-Bildungsangebote. In Bezug auf aktuell besuchte Kurse sind hochwertige und gut strukturierte Inhalte, praxisorientierte Übungen und flexible Formate die drei Hauptgründe, die zu einer Entscheidung zugunsten von kostenpflichtigen Kursen führen. Auf die Frage, was sie dazu motivieren würde, in Zukunft für Kurse (oder andere Lernmaterialien) zu bezahlen, betonten die Befragten die Relevanz für ihre Arbeit/ihr Studium, persönliches Interesse, spezialisierte Inhalte und Zertifizierung.

Gründe für aktuell besuchte kostenpflichtige Kurse100+

Hinweis: Die Befragten beantworteten diese Frage mit frei formulierten Antworten. ChatGPT wurde verwendet, um die Analyse und Sortierung der Antworten in Themengruppen zu automatisieren.

35%

Qualität und Struktur der Inhalte

18%

Praxistauglichkeit und praktische Projekte

12%

Flexibilität und Zugänglichkeit

9%

Zertifizierung und Akkreditierung

9%

Karriereentwicklung und Arbeitsvermittlung

7%

Fach- und pädagogisches Wissen der Lehrkraft

5%

Interaktive und ansprechende Materialien

5%

Mentoring und Unterstützung

Gründe für zukünftige kostenpflichtige Kurse

Hinweis: Die Befragten beantworteten diese Frage mit frei formulierten Antworten. ChatGPT wurde verwendet, um die Analyse und Sortierung der Antworten in Themengruppen zu automatisieren.

16%

Persönliches Interesse und Bezug zu aktuellen Lern- oder Arbeitsinhalten

15%

Hochwertige und spezialisierte Inhalte

14%

Strukturierte Lernprogramme mit Zertifizierung

14%

Erschwinglichkeit und finanzielle Leistungsfähigkeit

13%

Aufstiegs- und Berufsaussichten

13%

Mangel an kostenlosen oder hochwertigen Alternativen

8%

Praktisches und erfahrungsorientiertes Lernen

7%

Empfehlung und Unterstützung durch Arbeitgeber oder Hochschule

Alexandra Makeeva
Umfrageanalystin im Bereich Marktforschung und -analyse, JetBrains

„Die Daten zeigen, dass diejenigen, die derzeit kostenpflichtige Kurse besuchen, und diejenigen, die dies in Zukunft tun wollen, unterschiedliche Motivationen haben. Diejenigen, die aktuell kostenpflichtige Kurse besuchen, legen Wert auf die Qualität der Inhalte und die praktische Anwendbarkeit, während Benutzer*innen von kostenlosen Inhalten, die in Zukunft in Kurse investieren möchten, Wert auf persönliche Relevanz und Erschwinglichkeit legen. Dieser Unterschied deutet darauf hin, dass die Kosten und die Ausrichtung auf individuelle Ziele die Haupthindernisse für Lernende sind, die noch nicht für Bildungsinhalte bezahlen.“

Lernschwierigkeiten

64%

der Informatiklernenden haben einen Kurs abgebrochen. Die am häufigsten genannten Gründe sind uninteressante Inhalte, Zeitmangel und fehlende praktische Übungen. Online-Tutorials zum Selbststudium und kostenlose MOOCs werden am häufigsten abgebrochen – ein Hinweis auf die Schwierigkeit, bei lockerer strukturierten Lernformaten motiviert zu bleiben.

Gründe für den Abbruch eines Kurses oder Lernprogramms100+

51%

Die Inhalte waren nicht interessant

45%

Arbeitsbelastung und Zeitmangel

30%

Die Inhalte umfassten nicht genügend praktische Übungen

26%

Die Inhalte waren zu einfach

25%

Die Inhalte waren nicht relevant

23%

Meine Gründe für das Lernen oder meine Lernziele hatten sich geändert

22%

Burnout oder psychische Probleme

21%

Ich hatte bereits alles gelernt, was ich wollte

20%

Die Inhalte waren zu schwierig

16%

Dem Tutor oder der Tutorin fehlte es an Charisma

11%

Es war zu teuer

6%

Änderungen bei den Betreuungsaufgaben und/oder der finanziellen Unterstützung innerhalb meiner Familie

2%

Geburt eines Kindes oder geänderte Arbeitsteilung bei der Kinderbetreuung

4%

Sonstiges

Tatiana Vasilyeva
Produktleiterin, JetBrains Academy

„Ein beträchtlicher Anteil der Befragten (45%) gab an, dass Arbeitsbelastung und Zeitmangel die Hauptgründe für den Abbruch ihrer Studien sind. Dies zeigt, dass wir uns nicht nur auf die Erstellung interessanter und motivierender Inhalte konzentrieren sollten, sondern auch darauf, unsere Lernenden durch die Vermittlung von Best Practices für das Energie-, Zeit- und Emotionsmanagement zu unterstützen.“

Ekaterina Smal
Abteilungsleiterin, JetBrains Academy

„Die Umfrage zeigt, dass die meisten Lernenden bereits einen Kurs abgebrochen haben, wobei 30% einen Mangel an praktischen Übungen als Grund nannten. Dies unterstreicht den Bedarf an Kursen, die sowohl flexibel als auch praxisorientiert sind, um die Lernenden zu motivieren und auf Kurs zu halten.“

Art des zuletzt abgebrochenen Kurses

30%

Online-Tutorials zum Selbststudium

25%

Kostenlose Online-Kurse (MOOCs) oder Programmierschulen

13%

Kostenpflichtige Online-Kurse (MOOCs) oder Programmierschulen

13%

Offline-Kurse oder -Programmierschulen

8%

Universität, Hochschule, Schule

4%

Online-Universitätsprogramme

2%

Bootcamps für Programmierung

1%

Praktika

1%

Workshops und Seminare

1%

Austauschprogramme

1%

Berufsbildungsprogramme

1%

Sonstiges

Alle Antworten mit einem Anteil unter 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Die schwierigsten Aspekte des Informatiklernens100+

51%

Verstehen von abstrakten und komplexen Konzepten

40%

Schlechte oder fehlende Dokumentation

39%

Schwierigkeiten, bei einem bestimmten Problem weiterzukommen

38%

Großer Umfang des Fachgebiets

36%

Problemlösung mithilfe von Algorithmen

35%

Schwierigkeiten bei der Auswahl von Lernmaterialien, Kursen und Plattformen

35%

Hochstaplersyndrom

34%

Schwierigkeiten bei der Identifizierung von Fehlerursachen

32%

Mangel an professioneller Anleitung

30%

Hohes Tempo des technischen Fortschritts

29%

Debugging

28%

Kommunikationsprobleme beim gemeinsamen Arbeiten

27%

Überwältigender Tech-Stack

Lernende kämpfen oft mit praktischen Hindernissen wie dem Debugging oder der Auswahl der richtigen Ressourcen sowie mit emotionalen Hürden wie dem Hochstaplersyndrom und der Isolation. Diese Erkenntnisse unterstreichen, dass es einerseits klarer Wegweisungen und andererseits unterstützender Lernumgebungen bedarf, um Lernenden zum Erfolg zu verhelfen.

Methoden zur Frustbewältigung

Hinweis: Die Befragten beantworteten diese Frage mit frei formulierten Antworten. ChatGPT wurde verwendet, um die Analyse und Sortierung der Antworten in Themengruppen zu automatisieren.

26%

Pausen und körperliche Aktivitäten

16%

Ziele setzen und sich an ursprüngliche Motivationen rückbesinnen

14%

Selbstreflexion und Änderung der Einstellung

7%

Unterstützung bei Freund*innen, Familie oder Mentor*innen suchen

7%

Engagement für Hobbys und persönliche Projekte

5%

Aufteilung von Aufgaben in überschaubare Teile

4%

Nach Inspiration und motivierenden Inhalten suchen

3%

Achtsamkeits-, Meditations- und Atemübungen

18%

Suche immer noch nach effektiven Lösungen

Zu den effektivsten Frustbewältigungsstrategien der Befragten gehören Pausen und körperliche Aktivitäten, aber auch das Setzen von Zielen und die Rückbesinnung auf die eigenen ursprünglichen Motivationen. Selbstreflexion und das Ändern der eigenen Einstellung erweisen sich ebenfalls als wichtige Ansätze, um Herausforderungen durch eine flexiblere und positivere Denkweise zu bewältigen. Diese Methoden helfen den Lernenden, sich neu zu orientieren, die Konzentration zurückzuerlangen und Energie zu tanken. Dass 18% der Befragten immer noch auf der Suche nach effektiven Lösungen sind, zeigt allerdings, dass es keine universellen Lösungen zur Frustbewältigung gibt.

Katharina Dzialets
Produktmanagerin, JetBrains Academy

„Die zweithäufigste Antwort quer durch alle Befragtengruppen deutet darauf hin, dass die Suche nach effektiven Lösungen zur Frustbewältigung anhält. Dies zeigt sich auch in der wachsenden Marktnachfrage nach zusätzlichen Hilfsmitteln in der Schul- und Hochschulbildung, um individuelle Unterstützung bei kognitiven und emotionalen Herausforderungen zu bieten.“

Tatiana Vasilyeva
Produktleiterin, JetBrains Academy

„Manchmal können schon einfache Handlungen wie ein Nickerchen oder ein kurzer Spaziergang die Frustration lindern, die unweigerlich aufkommt, wenn man etwas Neues lernt. Es ist wichtig, den Wert von einfachen Tipps und Tricks zur Verbesserung des Lernprozesses nicht zu unterschätzen.“

Wie Lernende produktiv bleiben100+

58%

Große Aufgaben in kleinere, überschaubare Aufgaben aufteilen

41%

Für ausreichend Schlaf sorgen

38%

Regelmäßig Pausen einlegen

35%

Aufgaben priorisieren und die einfachen Aufgaben zuerst erledigen

35%

Musik hören

34%

Benachrichtigungen ausschalten und andere Ablenkungen reduzieren

32%

Aufgaben priorisieren und die schwierigen Aufgaben zuerst erledigen

27%

Einen Kaffee/Energydrink trinken

26%

Einen Lernplan anhand der produktivsten Zeiten festlegen

23%

Für ausreichend Bewegung sorgen

22%

Einen separaten Lernbereich einrichten

21%

In der Freizeit für genug Spaß und Ablenkung sorgen

19%

Einen Spaziergang machen

Weltweit ist die Aufteilung von Aufgaben in kleinere Schritte der gängigste Ansatz, aber je nach Region ist er unterschiedlich populär. Im Vereinigten Königreich setzen mehr als zwei Drittel der Befragten auf diese Methode, während sie in Japan von weniger als einem Drittel eingesetzt wird. Der Schlaf, ein Grundpfeiler des effektiven Lernens, steht weltweit an zweiter Stelle. In Nord- und Osteuropa (einschließlich Balkan und Kaukasus) wird er besonders geschätzt (51%), in Mittel- und Südamerika dagegen weniger (29%–36%). Deutschland ist der Ausreißer – hier gilt das Musikhören noch vor ausreichendem Schlaf als wichtigste Produktivitätshilfe (50% gegenüber 47%). Regelmäßige Pausen werden von Lernenden im Vereinigten Königreich, den USA, Brasilien und Deutschland (46%–51%) sehr geschätzt, während sie in Japan, Südkorea und China (26%–34%) weniger verbreitet sind.

Sogar der Kaffeekonsum unterliegt kulturellen Präferenzen. In der Türkei und in ganz Nord- und Osteuropa (einschließlich Balkan und Kaukasus) ist er ein beliebter Muntermacher, der von 37% bis 41% geschätzt wird. In Nigeria und China hingegen ist er weit weniger populär (11% bzw. 17%).

In Amerika (10% in Nordamerika, 14% in Mittel- und Südamerika) ist das Spielen mit Haustieren eine beliebte Strategie, während es in Nigeria, China, Südkorea und dem Nahen Osten (1%–4%) fast nie in Betracht gezogen wird.

Freizeithobbys von Lernenden100+

46%

Videospiele

42%

Programmieren

36%

Fernsehen / Videostreaming-Dienste (YouTube, Netflix)

28%

Lesen

23%

Sport treiben

18%

Musik hören

16%

Zeit mit der Familie verbringen

11%

Kochen

10%

Sport schauen

8%

Schlafen

8%

Walken oder Wandern

Alexandra Makeeva
Umfrageanalystin im Bereich Marktforschung und -analyse, JetBrains

„Trotz der Popularität von technikbezogenen Hobbys wie Programmierung legen viele Lernende auch auf Offline-Entspannung wert – zum Beispiel Lesen, Sport, Musikhören, Zeit mit der Familie und Kochen. Dies deutet auf ein ziemlich ausgewogenes Verhältnis zwischen technischen und nicht-technischen Freizeitbeschäftigungen hin.“

Programmiersprachen und Entwicklung

63%

der Befragten zwischen 21 und 29 Jahren haben nach eigenen Angaben 3 bis 10 Jahre allgemeine Programmiererfahrung. Dies ist ein möglicher Hinweis darauf, dass die Menschen früher als je zuvor mit der Programmierung beginnen.

Gesamte Programmiererfahrung (einschließlich Programmierenlernen und Programmieren als Hobby)

9%

Weniger als 1 Jahr

22%

1–2 Jahre

36%

3–5 Jahre

19%

6–10 Jahre

5%

11–16 Jahre

5%

Mehr als 16 Jahre

2%

Keine Programmiererfahrung

Berufserfahrung in der Programmierung

24%

Weniger als 1 Jahr

16%

1–2 Jahre

15%

3–5 Jahre

8%

6–10 Jahre

3%

11–16 Jahre

4%

Mehr als 16 Jahre

30%

Keine Berufserfahrung als Programmierer*in

Wo Lernende ihre erste Codezeile geschrieben haben

46%

Integrierte Entwicklungsumgebung (IDE)

28%

Texteditor

11%

Code-Editor im Browser

9%

Befehlszeilenschnittstelle

4%

Ich bin mir nicht sicher

2%

Sonstiges

Auch wenn die Befragten Online-Tutorials und Programmierplattformen für das Selbststudium als erste Wahl für das Informatiklernen ansehen, sind IDEs nach wie vor die populärste Option für Anfänger*innen, die mit der Programmierung beginnen.

Erste erlernte Programmiersprache

27%

C

15%

Python

13%

Java

12%

C++

8%

HTML/CSS

4%

Visual Basic

4%

JavaScript

3%

C#

Alle Antworten mit einem Anteil unter 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Ekaterina Smal
Abteilungsleiterin, JetBrains Academy

„Die Umfrage zeigt, dass nur 4% der Befragten ihre Lernreise mit JavaScript begonnen haben, obwohl die Sprache in der Webentwicklung weit verbreitet ist. Die meisten Lernenden begannen mit grundlegenden Sprachen wie C und Python – ein Hinweis darauf, dass viele es vorziehen, sich eine solide Basis aufzubauen, bevor sie sich spezielleren Bereichen wie der Webentwicklung zuwenden.“

Programmiersprachen, die im letzten Jahr zum Arbeiten und Lernen verwendet wurden100+

68%

Python

54%

HTML/CSS

54%

JavaScript

50%

Java

47%

SQL (PL/SQL, T-SQL und andere Programmiererweiterungen für SQL)

37%

C++

33%

C

31%

Shell-Skriptsprachen (Bash/Shell/PowerShell)

22%

TypeScript

19%

C#

14%

PHP

13%

Kotlin

Python dominiert sowohl bei der Nutzung im vergangenen Jahr als auch beim aktuellen Lernen, was seine breite Einsetzbarkeit und seine stetig wachsende Beliebtheit widerspiegelt. Viele Lernende fahren mit gängigen Sprachen wie Java, JavaScript und SQL fort, aber es gibt auch ein großes Interesse an neueren Sprachen wie Rust und Kotlin.

In den Daten zeichnet sich der klare Trend ab, dass Lernende ihre Sprachkenntnisse erweitern, mit Schwerpunkt auf grundlegenden Sprachen wie Python, Java und C++, während gleichzeitig die Neugier auf neue Technologien wächst.

Programmiersprachen, die in den letzten 12 Monaten in Angriff genommen oder weitergelernt wurden100+

43%

Python

30%

Java

30%

JavaScript

23%

HTML/CSS

22%

C++

20%

SQL (PL/SQL, T-SQL und andere Programmiererweiterungen für SQL)

17%

C

13%

TypeScript

12%

Shell-Skriptsprachen (Bash/Shell/PowerShell)

11%

C#

11%

Der Rust

10%

Kotlin

10%

Go

6%

PHP

5%

R

5%

Assembly

5%

Dart

4%

Swift

4%

MATLAB

Python ist in den Vereinigten Staaten sehr gefragt. Mehr als die Hälfte der Befragten hat im letzten Jahr mit dem Erlernen von Python begonnen oder das Lernen fortgesetzt. Das Erlernen von Java ist in Südkorea und Indien (38%–39%) am populärsten, während es in Japan (15%) viel seltener ist. JavaScript wird in Südamerika und Indien häufig gelernt (40% bzw. 44%), während TypeScript insbesondere in Deutschland und Frankreich (22%–23%) Verbreitung gefunden hat. PHP ist in Frankreich weitaus populärer als in anderen Regionen (16%).

Kotlin ist in Deutschland, Spanien, Südkorea, der Russischen Föderation und Belarus populär (15%–18%).

Rust, eine funktionale und systemorientierte Programmiersprache, hat in europäischen Regionen wie Frankreich, Deutschland, den Benelux-Staaten und Nordeuropa Verbreitung gefunden (15%–16%).

Das Erlernen von C++ ist in Indien, China und der Ukraine (28%–29%) am populärsten, in Mittel- und Südamerika, Spanien und Japan (10%–12%) dagegen deutlich weniger. In Mittel- und Südamerika (einschließlich Argentinien) lernen nur 6% der Befragten C, während diese Sprache in Indien und Südkorea viermal so populär ist (26%).

Bevorzugte Betriebssysteme für Entwicklungsumgebungen100+

75%

Windows

40%

Linux

33%

macOS

1%

Sonstiges

Die meisten Lernenden ziehen es vor, ihren Code in einer lokalen Umgebung auszuführen, wobei integrierte Entwicklungsumgebungen (IDEs) das führende Tool sind, gefolgt von Befehlszeilenschnittstellen und Texteditoren. Windows ist das meistverwendete Betriebssystem für Entwicklungsumgebungen.

Bevorzugte Tools zum Ausführen von Code100+

89%

Integrierte Entwicklungsumgebung (IDE)

51%

Befehlszeilenschnittstelle

33%

Texteditor

28%

Code-Editor im Browser

2%

Ich bin mir nicht sicher

1%

Sonstiges

Bevorzugte Umgebung für das Ausführen von Code100+

52%

Lokale Umgebung

40%

Das hängt vom Projekt ab

5%

Remote-Umgebung

3%

Ich bin mir nicht sicher

Julia Amatuni
Projektmanagerin, JetBrains Academy

„Diejenigen, die sich dafür entscheiden, ihren Code in einer IDE auszuführen, haben insgesamt weniger Herausforderungen zu bewältigen. Sie berichten, dass sie seltener steckenbleiben, weniger Lernplateaus erleben und problemloser mit der Versionsverwaltung und der Zusammenarbeit mit anderen zurechtkommen. Außerdem benötigen diese Lernenden weniger professionelle Unterstützung und haben weniger Probleme mit Syntaxfehlern, Debugging und Fehlererkennung. Sie sind auch weniger anfällig für Gefühle der Isolation oder das Hochstaplersyndrom und kommen mit dem hohen Tempo der technischen Entwicklung besser zurecht, ohne sich überfordert zu fühlen.“

Katharina Dzialets
Produktmanagerin, JetBrains Academy

„Obwohl weithin angenommen wird, dass Programmieranfänger*innen bei der Einrichtung von Entwicklungsumgebungen erhebliche Hilfe benötigen, zeigen unsere Daten, dass dies nur auf 12% der Befragten mit weniger als ein Jahr Programmiererfahrung tatsächlich zutrifft. Überraschenderweise ist die überwiegende Mehrheit bereits ausreichend erfahren, um keine Probleme zu haben (37%), und 23% sind in der Lage, eine Entwicklungsumgebung ohne größere Hilfe einzurichten, wobei sie dennoch etwas Anleitung oder zusätzliche Ressourcen benötigen.“

Erfahrung bei der Installation und Einrichtung von Entwicklungsumgebungen

39%

Ich bin erfahrene*r Benutzer*in

31%

Ich habe schon mal Umgebungen eingerichtet, aber ich stoße hin und wieder auf Probleme

17%

Ich habe wenig Erfahrung, hatte aber noch nie Probleme

9%

Ich benötige hin und wieder Hilfe oder zusätzliche Ressourcen

3%

Ich finde es schwierig und benötige viel Unterstützung

1%

Sonstiges

IDEs/Editoren

75%

aller Lernenden gaben an, eine IDE zu Lernzwecken zu nutzen, wobei der Umfang der Nutzung variiert.

Regelmäßig für Arbeit und Lernen genutzte IDEs100+

64%

Visual Studio Code

42%

IntelliJ IDEA

30%

PyCharm

24%

Visual Studio

14%

Android Studio

14%

Vim

13%

IPython/Jupyter Notebook

12%

Notepad++

9%

CLion

9%

Eclipse

9%

WebStorm

7%

Sublime Text

6%

Xcode

Alle Antworten mit einem Anteil unter 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

JetBrains

Schon gewusst?

Lernende, die regelmäßig JetBrains-IDEs nutzen, verwenden mit einer um 21% höheren Wahrscheinlichkeit eine IDE speziell für Lernzwecke als Lernende, die keine JetBrains-IDEs nutzen. Lernende, die regelmäßig JetBrains-IDEs verwenden, schätzen ihre Programmierkenntnisse außerdem höher ein als diejenigen, die sie nicht verwenden.

Sie sind Schüler*in oder Student*in und möchten gerne programmieren lernen? Erhalten Sie kostenlosen Zugang zu allen JetBrains-IDEs für die persönliche Nutzung in der Schule oder zu Hause!

Verwendungszwecke von IDEs100+

82%

Persönliche oder Nebenprojekte

56%

Arbeit

45%

Hobby

26%

Kollaboratives Programmieren

5%

Sonstiges

Erste verwendete IDE

17%

Visual Studio Code

17%

Visual Studio

12%

Eclipse

8%

PyCharm

7%

Notepad++

7%

IntelliJ IDEA

4%

Sublime Text

3%

NetBeans

3%

Android Studio

3%

Atom

Alle Antworten mit einem Anteil unter 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Tatiana Vasilyeva
Produktleiterin, JetBrains Academy

„Ich erinnere mich noch an die Zeit, als einfache Texteditoren von integrierten Entwicklungsumgebungen (IDEs) als bevorzugtes Werkzeug für das Informatiklernen abgelöst wurden. Am Anfang gab es Bedenken, dass IDEs „zu viel unterstützen“ und daher „eine ordentliche Ausbildung verhindern“ könnten. Es ist interessant zu sehen, dass IDEs inzwischen zur ersten Wahl avanciert sind. Ich sehe heute manchmal ähnliche Zweifel in Bezug auf KI-Tools der neuen Generation, aber ich bin fest davon überzeugt, dass auch diese Tools in Zukunft die erste Wahl sein werden.“

Lernroutinen und -geräte

Die Mehrheit der Lernenden verwendet persönliche Laptops, um Informatik und Programmierung zu lernen. Während Desktopcomputer ebenfalls häufig verwendet werden (37% zum Lernen, 36% zum Programmieren), sind Smartphones und Tablets weniger populär: Nur ein Viertel der Befragten verwendet Smartphones zum Lernen und nur 3% setzen sie beim Programmieren ein. Die primären Lerngeräte gehören meist den Lernenden, nur ein kleinerer Prozentsatz nutzt von Arbeitgebern (7%) oder Bildungseinrichtungen (3%) gestellte Geräte.

Bevorzugte Geräte für das Lernen100+

87%

Laptop

37%

Desktopcomputer

25%

Smartphone

13%

Tablet

1%

Sonstiges

Bevorzugte Geräte für die Programmierung100+

83%

Laptop

36%

Desktopcomputer

3%

Smartphone

2%

Tablet

1%

Ich programmiere nicht

Eigentum am primären Lerngerät

85%

Mein Lerngerät gehört mir

7%

Mein Lerngerät wird von meinem Arbeitgeber gestellt

5%

Ich teile mein Lerngerät mit meiner Familie oder Mitbewohner*innen

3%

Mein Lerngerät wird von meiner Bildungseinrichtung gestellt

Bevorzugte Lernorte

85%

Zuhause

38%

Schul- oder Universitätsgelände

35%

Bibliothek

17%

Café

15%

Coworking-Bereich

13%

Wohnheim oder Unterkunft für Studierende

5%

Park oder anderer Ort im Freien

3%

Öffentliche Verkehrsmittel (z. B. Bus oder Bahn)

1%

Sonstiges

2%

Ich habe keinen bevorzugten Lernort

Praktische Eignung von Lernorten

Überhaupt nicht praktischZiemlich unpraktischEher praktischSehr praktisch
1%4%27%68%Zuhause
2%11%43%44%Wohnheim oder Unterkunft für Studierende
2%9%48%41%Bibliothek
1%8%51%40%Schul- oder Universitätsgelände
1%11%53%35%Coworking-Bereich
1%13%63%22%Café
4%25%50%22%Park oder anderer Ort im Freien
8%39%38%16%Öffentliche Verkehrsmittel (z. B. Bus oder Bahn)
1%68%

Meist wird abends gelernt, wobei 58% der Befragten 3 bis 16 Stunden pro Woche mit Informatiklernen verbringen. Aus den Daten geht hervor, dass die Lernenden abends und nachts gerne weniger Zeit mit dem Lernen verbringen möchten, als sie es derzeit tun.

Bevorzugte Lernzeiten

19%

Frühmorgens (5 – 8 Uhr)

25%

Vormittags (9 – 12 Uhr)

25%

Nachmittags (13 – 17 Uhr)

38%

Abends (18 – 21 Uhr)

32%

Nachts (22 – 2 Uhr)

16%

Ich habe keine Vorlieben

Übliche Lernzeiten100+

10%

Frühmorgens (5 – 8 Uhr)

19%

Vormittags (9 – 12 Uhr)

25%

Nachmittags (13 – 17 Uhr)

41%

Abends (18 – 21 Uhr)

33%

Nachts (22 – 2 Uhr)

34%

Wann immer ich kann

Bevorzugte Anzahl von Wochenstunden für das Informatiklernen

2%

Weniger als 1 Stunde pro Woche

8%

1–2 Stunden pro Woche

31%

3–8 Stunden pro Woche

30%

9–16 Stunden pro Woche

16%

17–32 Stunden pro Woche

13%

Mehr als 32 Stunden pro Woche

Mit Informatiklernen verbrachte Wochenstunden

6%

Weniger als 1 Stunde pro Woche

20%

1–2 Stunden pro Woche

38%

3–8 Stunden pro Woche

20%

9–16 Stunden pro Woche

11%

17–32 Stunden pro Woche

6%

Mehr als 32 Stunden pro Woche

Bevorzugter Lernstil

59%

Allein und unabhängig

15%

Kombination unterschiedlicher Lernstile je nach Thema und Inhalt

14%

In kleinen Gruppen oder mit einer*m Lernpartner*in

7%

Mit einer*m Lehrer*in, Mentor*in oder Ausbilder*in

5%

Unentschlossen

Weniger als ein Drittel der Befragten lernt systematisch, während etwas mehr als die Hälfte der Befragten keinem konkreten Lernplan folgt. Zu den wichtigsten Faktoren, die sich auf das Lerntempo auswirken, gehören die Arbeitsbelastung, Deadlines, persönliche Interessen und andere persönliche Verpflichtungen. Diese spielen alle eine Rolle dabei, wie konsequent die Lernenden vorankommen und motiviert bleiben.

Lerntempo

51%

Ich lerne in Schüben; mein Lernaufwand ist jede Woche unterschiedlich

29%

Ich lerne systematisch; ich befasse mich mit unterschiedlichen Themen und versuche, jedem Thema gleich viel Zeit zu widmen

18%

Ich lerne intensiv für eine bestimmte Deadline und lasse es danach entspannter angehen

2%

Sonstiges

Faktoren, die das Lerntempo beeinflussen

Die Befragten beantworteten diese Frage mit frei formulierten Antworten. ChatGPT wurde verwendet, um die Analyse und Sortierung der Antworten in Themengruppen zu automatisieren.

27%

Arbeitsbelastung und Deadlines

13%

Persönliches Interesse

13%

Familiäre und persönliche Verpflichtungen

12%

Zeitmanagement

8%

Psychische Gesundheit

8%

Komplexität der Lernmaterialien

7%

Umweltfaktoren

6%

Projektrelevanz und Praxistauglichkeit

4%

Qualität der Lernmaterialien

2%

Körperliche Gesundheit

Demografie

Geschlecht

Altersgruppe

21%

18–20

47%

21–29

19%

30–39

7%

40–49

4%

50–59

1%

60 Jahre oder älter

Ekaterina Smal
Abteilungsleiterin, JetBrains Academy

„Die Tatsache, dass nur 12% der Befragten Frauen sind, unterstreicht das Geschlechtergefälle, das in der Informatik immer noch besteht. Dies ist eine Erinnerung daran, wie wichtig es ist, einladende, unterstützende Bereiche und Chancen für alle Geschlechter zu schaffen, damit wir in der Tech-Branche auf eine größere Repräsentation und Gleichberechtigung hinarbeiten können.“

Geschlecht (nach Region)

Möchte ich nicht beantwortenNicht-binär, genderqueer oder gender-nonkonformMännerFrauen
<1%<1%65%35%Russische Föderation, Belarus
1%1%69%28%Argentinien
1%1%71%27%Ukraine
2%77%21%Südkorea
<1%1%80%19%Mittel- und Südamerika
<1%<1%81%18%Nigeria
4%3%75%18%Vereinigte Staaten
1%1%81%16%Brasilien
4%4%76%16%Kanada
3%2%79%16%Großbritannien
1%1%83%16%Naher Osten, Afrika, Zentralasien
2%2%82%15%Spanien
1%1%83%15%Osteuropa, Balkan und Kaukasus
1%1%84%14%Mexiko
1%1%86%13%Benelux und Nordeuropa
2%2%83%12%Japan
3%1%83%12%Frankreich
3%1%84%12%Übriges Europa
2%1%86%11%Deutschland
1%2%86%11%Türkei
2%1%87%9%Restliches Südostasien und Ozeanien
2%1%91%7%Indien
4%2%90%4%China
0%91%

In den meisten Regionen ist die Mehrheit der Informatiklernenden männlich (80%–90%), wobei Indien und China diese Liste anführen. Auf der anderen Seite sind Frauen in der Russischen Föderation, in Belarus, Argentinien und der Ukraine überdurchschnittlich vertreten.

In Frankreich, Deutschland und dem Vereinigten Königreich liegen die Zahlen zwischen 11% und 16%, was auf ein anhaltendes Geschlechtergefälle in Europa hinweist. Nicht-binäre Lernende machen in den meisten Ländern etwa 1% bis 2% aus, außer in den USA und Kanada.

Familienstand

62%

Einzeln

22%

Verheiratet

9%

Zusammenlebend

1%

Geschieden

1%

Getrennt

5%

Möchte ich nicht beantworten

Anzahl der Kinder

80%

Keine

9%

Einer

6%

Zwei

2%

Drei oder mehr

3%

Möchte ich nicht beantworten

14%

der Befragten geben an, zu Hause und im Freundeskreis eine andere Sprache zu sprechen als bei der Arbeit. Englisch, Hindi und Chinesisch sind die drei meistgesprochenen Sprachen im Freundes- und Familienkreis.

Bei der Arbeit gesprochene Sprachen100+

71%

Englisch

21%

Chinesisch

9%

Japanisch

7%

Hindi

6%

Spanisch

5%

Russisch

4%

Deutsch

4%

Französisch

3%

Portugiesisch

3%

Koreanisch

Alle Antworten mit einem Anteil unter 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Die Daten zeigen, dass Englisch die dominante Sprache am Arbeitsplatz ist, verwendet von mehr als zwei Dritteln der Befragten. Die auf dem asiatischen Markt vorherrschenden Sprachen Chinesisch und Japanisch liegen auf den nächsten Plätzen. Sprachen wie Hindi, Spanisch und Russisch unterstreichen die Vielfalt in der globalen Technologiebranche. Außerdem verwenden 8% der Befragten seltenere Sprachen, die nicht in unserer Umfrage erfasst wurden, was auf eine noch größere sprachliche Vielfalt in der Branche hinweist.

Im Familien- und Freundeskreis gesprochene Sprachen100+

Diese Frage wurde nur Befragten gestellt, die nach eigenen Angaben im Freundes- und Familienkreis eine andere Sprache sprechen als bei der Arbeit.

18%

Englisch

16%

Hindi

12%

Chinesisch

10%

Russisch

9%

Spanisch

4%

Tamil

Alle Antworten mit einem Anteil unter 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Land/Region

20%

China (Festland)

14%

Vereinigte Staaten

11%

Indien

8%

Japan

4%

Deutschland

3%

Großbritannien

3%

Brasilien

2%

Südkorea

2%

Frankreich

2%

Indonesien

2%

Australien

Alle Länder/Regionen mit einem Anteil von weniger als 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Festlandchina, die Vereinigten Staaten, Indien und Japan stellen zusammen mehr als die Hälfte aller Informatiklernenden weltweit, was die Stärke dieser globalen Technologiezentren unterstreicht.

13%

der Befragten wurden in einem anderen Land oder einer anderen Region geboren als ihrem derzeitigen Wohnort. Ein Drittel der Umgezogenen stammt aus der Russischen Föderation, Indien und China. Der Trend zur Migration hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. 62% derjenigen, die das Land gewechselt haben, taten dies im vergangenen Jahrzehnt.

Geburtsland/-region

Diese Frage wurde nur Befragten gestellt, die derzeit nicht im Land oder der Region leben, in der sie geboren sind.

14%

Russland

12%

Indien

6%

China (Festland)

3%

Ukraine

3%

Vereinigte Staaten

2%

Brasilien

2%

Deutschland

2%

Großbritannien

2%

Weißrussland

2%

Nigeria

2%

Japan

2%

Mexiko

2%

Polen

2%

Pakistan

Alle Länder/Regionen mit einem Anteil von weniger als 1% wurden unter „Sonstige“ zusammengefasst.

Methodik

Mehr als 28.500 Personen haben 2024 an der Umfrage zur Lernkurve in der Informatik teilgenommen.

Um eine repräsentative Stichprobe zu gewährleisten, haben wir die Daten wie im Folgenden beschrieben bereinigt. Der finale Bericht basiert auf den Antworten von 23.991 Lernenden weltweit.

Die Daten wurden nach verschiedenen Kriterien gewichtet, die am Ende dieses Abschnitts erläutert werden.

Datenbereinigung

Wir haben unvollständige Antwortbögen nur verwendet, wenn die Frage nach dem Lernen von Informatik in den letzten 12 Monaten positiv beantwortet wurde. Zusätzlich haben wir spezielle Kriterien angewandt, um verdächtige Antwortbögen zu identifizieren und auszuschließen.

Wir haben Antwortbögen herausgefiltert, die eine der folgenden Kriterien erfüllten:

Mindestens zwei der folgenden Kriterien
  • Mehr als 16 Programmiersprachen verwendet.
  • Mehr als neun Arbeitsrollen.
  • Das gewählte Land/die gewählte Region steht alphabetisch oben auf der Liste und zählt nicht zu den häufigen Ländern/Regionen.
  • Sowohl „CEO“ als auch „Fachkraft für technischen Support“ als Arbeitsrollen angegeben.
  • „CEO“ und „Unter 21 Jahre“ angekreuzt.
  • Zu schnell geantwortet (weniger als 5 Sekunden pro Frage).
Eines der folgenden Kriterien
  • Alter 17 Jahre oder jünger.
  • Keine oder negative Antwort auf die Frage „Haben Sie in den vergangenen 12 Monaten auf irgendeine Weise Informatik gelernt?“
  • Alter unter 21 Jahren und mehr als 11 Jahre professionelle Programmiererfahrung.
  • Mehrere Antwortbögen von derselben E-Mail-Adresse (nur ein Antwortbogen wurde verwendet).

Zielstrategie

Die Datenerhebung erfolgte zwischen Mitte Februar und Ende Juni 2024.

Wir haben potenzielle Teilnehmende mit gezielten Anzeigen auf X (früher Twitter), Facebook, Bilibili, TikTok und Instagram angesprochen. Zusätzlich haben wir Anzeigen auf Tech-Community-Plattformen wie Qiita, IT Media, Quora, Reddit, Zhihu und LinkedIn geschaltet und die Teilnehmenden aufgefordert, die Umfrage im Kollegenkreis zu teilen.

Wir haben auch die Kommunikationskanäle von JetBrains und Hyperskill genutzt, um Teilnehmende anzusprechen. Zusätzlich wurden externe Panels genutzt, um eine ausreichende Anzahl von Antworten aus unterrepräsentierten Regionen wie Japan, Ukraine, Russland und Belarus zu erhalten.

Für gezielte Werbeanzeigen haben wir die folgenden Profile verwendet:
  • Alter: 18–60+.
  • Merkmale: Studierende aller Studienniveaus (Bachelor, Master, Postgraduate) mit MINT-Hauptfächern; Online-Lernende mit MINT-Fächern (mit der Festlegung, dass Studierende interdisziplinärer Studiengänge mit Informatikkursen unter diese Kategorie fallen können).
  • Interessen: Naturwissenschaften; Mathematik und Statistik; Ingenieurswissenschaften und Technologie; Computer- und Informationswissenschaften; Sozialwissenschaften; Geisteswissenschaften; Gesundheit und Medizin; Kommunikation und Medien; Betriebs- und Volkswirtschaft; öffentliche Verwaltung und Politik.

Länder und Regionen

Wir haben in 16 Ländern ausreichend große Stichproben gesammelt: Argentinien, Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Indien, Japan, Kanada, Mexiko, Nigeria, Südkorea, Spanien, Türkei, Ukraine, Vereinigtes Königreich und Vereinigte Staaten. Für jede geografische Region haben wir mindestens 300 Antwortbögen aus externen Quellen gesammelt, z. B. über Anzeigen oder Empfehlungen von Befragten.

Die übrigen Länder wurden sieben Regionen zugeordnet:
  • Naher Osten, Afrika, Zentralasien
  • Benelux und Nordeuropa
  • Osteuropa, Balkan und Kaukasus
  • Russische Föderation, Belarus
  • Übriges Europa (inkl. Zypern und Israel)
  • Restliches Südostasien und Ozeanien (inkl. Australien und Neuseeland)
  • Mittel- und Südamerika (ohne Argentinien, Brasilien und Mexiko)

Lokalisierung

Für eine maximale Inklusivität und ein möglichst großes Teilnehmerspektrum war die Umfrage in zehn Sprachen verfügbar: Chinesisch, Deutsch, Englisch, Französisch, Japanisch, Koreanisch, brasilianisches Portugiesisch, Russisch, Spanisch und Türkisch.

Reduzierung der Stichprobenverzerrung

Um Verzerrungen zu vermeiden, haben wir die Daten anhand der Quelle der Antwortbögen gewichtet. Wir haben Antwortbögen aus externen Quellen bevorzugt, bei denen es weniger wahrscheinlich ist, dass sie zugunsten der JetBrains-Zielgruppe verzerrt sind, z. B. bezahlte Werbeanzeigen sowie Kollegenempfehlungen. Die Quelle jedes Antwortbogens wurde bei der Gewichtung individuell berücksichtigt.

Wir haben drei Gewichtungsphasen durchgeführt, um eine genauere Abbildung der globalen Population der Informatiklernenden zu gewährleisten.

1

Gewichtung nach Entwicklerpopulation der jeweiligen Region

Vor der Durchführung der Umfrage haben wir durch unsere Forschungsarbeit ermittelt, dass die Anzahl der MINT-Lernenden in den verschiedenen Regionen stark mit der Anzahl der Berufsentwickler*innen in diesen Regionen korreliert. Aufgrund dieser Erkenntnis haben wir uns entschieden, den Anteil der Berufsentwickler*innen in jeder Region als Schätzung für den Anteil der Informatiklernenden zu verwenden.

In einem ersten Schritt haben wir die Antwortbögen aus den unterschiedlichen Ländern gruppiert und dann unsere geschätzte Verteilung der Berufsentwickler*innen in den einzelnen Ländern angewandt, um die Daten entsprechend zu gewichten.

Zunächst haben wir die Antwortbögen, die durch Anzeigen in sozialen Netzwerken in 23 Regionen rekrutiert wurden, sowie die auf Kollegenempfehlungen basierenden Antwortbögen gesammelt. Anschließend haben wir diese Antwortbögen auf Grundlage unserer Schätzungen der Berufsentwicklerpopulation in den einzelnen Regionen gewichtet.

Auf diese Weise wurde sichergestellt, dass die Antwortverteilung den Populationen der Informatiklernenden in den einzelnen Ländern entsprach.

2

Gewichtung nach Programmiererfahrung und Nutzung von JetBrains-IDEs

Die zweite Phase war komplexer und beinhaltete Berechnungen, die auf dem Lösen von Gleichungssystemen basierten.

Wir haben die anfänglich gewichteten Antwortbögen verwendet, um die Verteilung der Lernenden nach Programmiererfahrung und Nutzung von JetBrains-IDEs in jeder Region zu bestimmen. Diese Verteilungen dienten als Konstanten in unseren Gleichungen.

Als Nächstes haben wir die Antwortbögen der Lernenden hinzugefügt, die über die internen JetBrains-Kanäle zur Umfrage gekommen waren, z. B. über unsere Social-Media-Accounts und unser Forschungspanel.

3

Lösen des linearen Gleichungs- und Ungleichungssystems

Wir haben ein System von linearen Gleichungen und Ungleichungen zusammengestellt, um Folgendes zu beschreiben:

  • Die Gewichtungskoeffizienten der Befragten (als hypothetisches Beispiel repräsentiert Fiona aus unserer Stichprobe durchschnittlich 180 Softwareentwickler*innen aus Frankreich).
  • Die konkreten Inhalte ihrer Antworten (z. B. dass Pierre zwei Jahre Programmiererfahrung besitzt und keine JetBrains-IDEs verwendet).
  • Die erforderlichen Verhältnisse der Antworten (z. B. dass 22% der Lernenden 1–2 Jahre Programmiererfahrung haben usw.).

Um das Gleichungssystem mit minimaler Varianz der Gewichtungskoeffizienten zu lösen, haben wir die duale Methode von Goldfarb und Idnani (1982, 1983) angewendet. Dieser Ansatz ermöglichte es uns, die optimalen individuellen Gewichtungskoeffizienten für alle 23.991 Befragten zu bestimmen.

Restverzerrung

Trotz dieser Maßnahmen ist mit gewissen Verzerrungen zu rechnen, da treue JetBrains-Nutzer*innen im Durchschnitt eher bereit sein dürften, die Umfrage zu beantworten.

So sehr wir uns auch bemühen, die Verbreitung der Umfrage zu kontrollieren und sinnvolle Gewichtungen vorzunehmen, das Bildungsökosystem und die Communities entwickeln sich ständig weiter, und die Möglichkeit unerwarteter Datenschwankungen kann nicht vollständig ausgeschlossen werden.

Auswertung der Freitext-Antworten

In diesem Bericht präsentieren wir eine Häufigkeitsanalyse mehrerer offener Fragen, die Tausende von Antworten erhalten haben. Aufgrund des großen Datenvolumens haben wir automatische Verarbeitungstechniken eingesetzt. Um das Clustering der Antworten zu automatisieren, haben wir große Sprachmodelle (LLMs) verwendet, insbesondere GPT-4o.

1

Datenbereinigung

  • Übersetzung: Um die Auswertung zu standardisieren, wurden die Antworten aus den verschiedenen Sprachen ins Englische übersetzt.
  • Prüfung auf Beantwortung: Die Antworten wurden nach Relevanz und Inhalt gefiltert; irrelevante oder themenfremde Antworten wurden ausgeschlossen.
  • Ausschluss unangemessener Inhalte: Antworten in unangemessener Sprache oder mit anstößigem Inhalt wurden entfernt, um die Datenintegrität zu gewährleisten.

Nach der Datenbereinigung lagen zwischen 4.000 und 9.000 gültige Antworten pro Frage vor, beeinflusst durch den optionalen Charakter einiger Fragen und die Sensibilität bestimmter Themen.

2

Clustering der Antworten

  • Die Antworten wurden mit ChatGPT-4o analysiert und in thematische Cluster gruppiert. Die Analyse wurde mehrfach wiederholt (in der Regel in fünf oder mehr Iterationen pro Frage), um die Reproduzierbarkeit der Cluster zu überprüfen.
  • Bei jeder Iteration wurden die Cluster überprüft, um sicherzustellen, dass sie die Kernthemen der Befragten widerspiegeln.
  • Die Tests ergaben, dass 5 bis 8 Cluster pro Frage das beste Gleichgewicht zwischen Granularität und Verallgemeinerung darstellten, sodass nuancierte Erkenntnisse erfasst und gleichzeitig einzelne Perspektiven bewahrt werden konnten.

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Danke, dass Sie sich die Zeit genommen haben!

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